Wichtiger Faktor beim Sprachen lernen: Motivation

gebloggt am 18. Oktober 2010

Jeder von uns kennt in seinem Umfeld Menschen, welche erfolgreich eine Fremdsprache gelernt haben und andere, welche weniger weit beim Lernen gekommen sind. Was unterscheidet die Lernenden?

Warum “schaffen” es manche eine Fremdsprache richtig gut zu lernen und andere nicht?

Der entscheidenen Unterschied ist die Motivation.

Sicher, wir finden es alle toll eine, zwei, drei oder mehr Fremdsprachen zu “können” oder sind beeindruckt von Menschen die scheinbar spielend Fremdsprachen lernen. Doch weder das “mir fällt es besonders schwer” noch das “ihm fällt es besonders leicht” stimmt in den meissten fällen.

Entscheidend ist, wo unsere Motivation herkommt diese oder jene Fremdsprache zu lernen, wie wir diese Motivation aufrecht erhalten und wie wir unsere Interessen in den Lernprozess einfliessen lassen.

Langweiliges Lernen  – Motivation lässt nach

Viele Menschen, welche eine Fremdsprache lernen möchten holen sich ersteinmal ein Lehrbuch, beginnen in den ersten Tagen fleissig darin zu lesen und jeden Tag lässt die Motivation nach, die ersten Ausreden schleichen sich ein, warum man heute die 20 Minuten nicht gefunden hat, oder warum man erst wieder Übermorgen weiter lernt.

Man macht sich selbst was vor, der Lernprozess ist bereits ins Stocken geraten und es ist eher unwahrscheinlich das wir ihn wiederbeleben werden. Der Traum ist aus.

Wie motiviert man Schüler?

Jeder von uns erinnert sich an seine Schulzeit und die verschiedenen Lehrer, welche uns Jahre lang begleitet haben, vergessen wir meisst nie. Weder die stink langweiligen Fächer noch jene zu welchen wir wirklich gerne gegangen sind.

Und der Unterschied zwischen beiden hing an einem seidenen Faden – am Lehrer.

Während der Geschichtslehrer welcher mit detaillierten Beschreibungen der Abläufe von historischen Schlachten – 123 bei Issos Keilerei – unsere Aufmerksamkeit fesselte – schafften es andere mit langweiligen monotonen Reden unsere Interesse auf Null zu senken.

Nichts anderes erwartet uns beim Sprachen lernen – mit einem feinen Unterschied – diesmal sind wir selber derjenige der den Lehrer aussucht bzw. den Rahmen setzt. Wir können ein langweiliges Lehrbuch nehmen – welches keines unserer Interessengebiete anspricht – Claudio und Francesca sitzen im Kaffee und unterhalten sich über das Wetter – gähn!!!

(In unserem normalen Alltag würden wir uns das nicht antun, aber beim Sprachen lernen meinen wir genau damit ans Ziel zu gelangen – seltsam!)

Wenn man jetzt noch bedenkt, das man am Anfang häufig das Wörterbuch benutzt um Texte zu verstehen – dann macht es die Sache noch grausamer, ich quäle mich also mit einem Wörterbuch durch Texte und Dialoge die mich null interessieren.

Abwechslungsreiches Lernen – Wie motiviere ich mich langfristig?

Aber hey, das muss ja so nicht sein. Sprachen lernen bedeutet Freiheit – die Freiheit das zu wählen und sich anzueignen was man möchte.

Ein Literaturliebhaber wird zehnmal mehr Freunde und Erfolgserlebnisse haben wenn er sich mit einem Wörterbuch durch Kurzgeschichten arbeitet.

Wer Fussball liebt wird deutlich mehr Vergnügen haben Italienisch beim lesen der “Gazzetta dello Sport” zu lernen, statt langweilige Texte im Lehrbuch zu lesen.

Capoeira, Geschichte, Kochrezepte, Fitness, Mode - das schöne der Neuzeit ist es doch, das es zu jedem Thema Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Videos, Hörbücher, Filme, Gesprächspartner, Chat, Foren und mehr gibt – natürlich nicht nur in unserer Sprache sondern in vielen Sprachen der Welt.

Sei Du selbst heisst es so schön - und wenn Du eine Fremdsprache lernen willst, dann – bitte, bitte bleibe auch Du selbst beim Lernen – Du wirst weiter kommen als mit jedem trockenen Lehrbuch

P.S.: es gibt natürlich gute Lehrbücher und Lehrbücher sind auch hilfreich, dass will ich gar nicht abstreiten, aber sie sind nicht das alleinige Wunderlernmittel für Fremdsprachen.

Was meinst Du dazu?

Hier bloggt ein Fremdsprachenliebhaber!

Sprachen begeistern mich, und so blogge ich hier nun für Dich liebe(n) Leser(in) und für meine Wenigkeit...

Hopp, Hopp, Hopp - Vokabeln in den Kopp! :)

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